GfK-Studie: Kleine Einkaufszentren floppen eher
GfK GeoMarketing: Manuel Jahn
Eine Studie von GfK GeoMarketing kommt zu dem Ergebnis, dass die Größe eines Einkaufszentrums maßgeblich dessen Erfolg bestimmt.
Beleuchtet wurden bei dieser Untersuchung im April 2011 45 Center mit einer Verkaufsfläche von 10.000 qm bis 15.000 qm Verkaufsfläche. Das Ergebnis hat gezeigt, dass sich mehr als die Hälfte dieser Center (58%) als zu klein erwiesen, um sich erfolgreich im Wettbewerb gegen Innenstädte oder anderen Zentren durchzusetzen, so GfK.
Bei 67% der Center fehle es an Attraktivität. Nahezu ebenso häufig mit 63% wird das Scheitern mit konzeptionellen Fehlern im Layout begründet, d.h. der Anordnung der Mietflächen im Objekt. Neben dem klassischen Standortfehler (falsche Lage; 41%) stellt sich ferner heraus, dass sich zu viele gebaute oder belegte Geschosse zum Nachteil auswirken (44%), gefolgt von Fehlern beim Branchen- und Mieter-Mix (37%). Wie GfK weiter ausführt, sinkt die Floprate mit steigender Ladenmietfläche. Während sie bei den Centern zwischen 10.000 qm und 15.000 qm bei 58% liegt, beträgt diese bei Objekten mit über 40.000 qm nur noch 17%. Gemessen wird der wirtschaftliche Erfolg eines Einkaufszentrums anhand der Umsätze des Mieters pro Quadratmeter in Bezug zum Mietniveau. Den Tenor der GfK-Untersuchung bringt Manuel Jahn, Einzelhandelsimmobilienexperte von GfK GeoMarketing auf den Punkt: "Man darf Handelsimmobilien eben nicht klein und beliebig bauen. Sonst floppen sie."
Des Weiteren befasste sich GfK mit Risiken und Chancen von hybriden Malls. Es handelt sich dabei um eine Handelsimmobilie mit einer Ladenmietfläche zwischen rd. 10.000 qm und 15.000 qm, die eine Kombination aus Merkmalen von Shoppingcentern und Fachmarktzentren bildet. Die Vorteile dieser Art von Centern liegen nach neuesten Erkenntnissen darin, dass sie u.a. bei Städten auf weniger Widerstand stoßen und damit schneller und günstiger zu realisieren seien. Doch Vorsicht sei auch hier geboten: "Es wird einer hybriden Mall nur in kleineren, solitär gelegenen Städten gelingen, einen eigenen neuen Einkaufsschwerpunkt zu definieren", erklärt Jahn.
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