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Fragen und Antworten zu der Stadt-Galerie

 

Zu dem Projekt: "Stadt-Galerie" fand am 14. Juni 2011 ein Bürgerforum in der Festhalle statt. Eine Zusammenfassung von Fragen und Antworten des Forums finden Sie auf dieser Seite. Was die Pirmasenser Bürger bewegt finden sie hier auf dieser Seite. Das PDF: "Pirmasens bewegt sich" kann zum Ausdrucken heruntergeladen werden.

 

Pirmasens bewegt sich

 

Ist es bereits sicher, dass das Center gebaut wird?
 

Nein. Das Projekt befindet sich am Anfang seiner Entwicklung. Das Projekt kann sich im Laufe der nächsten Monate auch so entwickeln, dass das Center nicht verwirklicht werden kann. Geplant ist, dass jetzt die Detailberatungen beginnen. Zu Wahrscheinlichkeiten kann derzeit noch nichts gesagt werden.

 

Ist das geplante Center nicht viel zu groß für Pirmasens?
 

Verschiedene Studien zu dem Thema sind zu dem Schluss gekommen, dass ein solches Center eine gewisse Größe braucht, um wirklich Käufer aus dem Umland anzulocken. Ist es zu klein, saugt es nur viele Geschäfte aus anderen Bereichen der Stadt ein, bringt aber keine neuen Käufer in die Stadt. Die exakte Größe muss noch in einem behördlichen Prüfverfahren ermittelt werden.

 

Gibt es nicht schon genügend Center im Umland?

 

Wenn Pirmasens als Einkaufsstadt nicht in die Bedeutungslosigkeit zurückfallen will, muss es in der Stadt ein attraktives Angebot geben. Darin sind sich auch viele Einzelhändler in Pirmasens einig. Besonders junge Menschen besuchen solche Center gerne. Für die Jugend gibt es in Pirmasens derzeit keine ausreichend attraktiven Angebote.

 

Wird es durch das Center nicht noch mehr Umsatzrückgänge und Leerstände in der Innenstadt geben?

 

Die Wirkungsanalyse hierzu ist in Arbeit. Diese wird bis voraussichtlich im Juli vorliegen. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Einzelhandel an den Enden der Fußgängerzone schrumpft. Deshalb wird es auch für diese Bereiche neue Konzepte geben müssen, beispielsweise ein Leerstandsmanagement oder die Unterstützung von neuen Geschäftsideen. Das Center wird nach Überzeugung der Fachleute aber ein ”Frequenzbringer” für die Innenstadt sein. Davon wird auch die restliche Innenstadt profitieren können.

 

Was passiert mit den Mietern von Wohnungen und Geschäften?

 

Die Wohnungsmieter und Ladenmieter können sich darauf verlassen: Es ist für die Stadt eine wesentliche Voraussetzung bei der Umsetzung des Projektes, dass auf berechtigte Bedenken Rücksicht genommen wird. Das Projekt steht noch ganz am Anfang. Jetzt geht es darum, die Bürger und die Beteiligten ausführlich zu informieren.

 

2013 ist Rheinland-Pfalz-Tag in Pirmasens. Ist die ganze Innenstadt dann Baustelle?

 

Ein Vertreter des Einzelhandels hat es so formuliert: „Die Bauzeit wird eine Leidenszeit für den Einzelhandel der Innenstadt sein.” Wenn das Center gebaut wird, strebt die Firma Koprian IQ an, Mitte 2013 mit dem Bau zu
beginnen. Wie groß die Auswirkungen zu diesem frühen Zeitpunkt auf die Innenstadt sein werden, steht noch
nicht fest.

 

Wird das Center nicht leer stehen wie die Einkaufszentren ”Alter Markt“ und ”Landauer Tor“?

 

Diese Center sind allein schon wegen ihrer geringeren Größe nicht mit der geplanten Stadt-Galerie vergleichbar.

 

Was passiert, wenn das Center nicht gebaut wird? Wird die Stadt dann auf hohen Kosten sitzenbleiben?

 

Die Firma Koprian IQ trägt alleine das Investitionsrisiko.

 

Was wird aus dem Alten Rathaus?


Das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden. Die Entscheidung hierüber trifft aber der Stadtrat von Pirmasens und nicht die Firma Koprian IQ.

 

Wer soll in dem Center einkaufen?


Mit dem Center sollen nicht nur die Potenziale von Stadt und Landkreis gebunden werden. Das Konzept ist so angelegt, dass das Center auch Kunden aus einem größeren Einzugsbereich bis Landau und bis ins Grenzland von Frankreich ansprechen soll.

 

Kann in diesem topografisch schwierigen Gelände überhaupt ein solches Center gebaut werden?

 

Pirmasens hat eine anspruchsvolle Topografie. Trotzdem haben sich Generationen von Architekten damit auseinandergesetzt und Lösungen gefunden. Technisch ist es sicherlich möglich, dort ein Center zu bauen, aber es ist eben auch immer eine Frage der Kosten. Nach Meinung der Architekten dürfte der Bau wirtschaftlich realisierbar sein, wenn nicht unvorhersehbare und unkalkulierbare Umstände das Projekt verhindern. Durch die besondere Lage hat das Center sogar die Chance, sich von anderen Centern alleine durch die Architektur abzuheben.

 

Warum wird nicht erst mal was in der leeren Kaufhalle gemacht?

 

Die Eigentumsverhältnisse sind dort alles andere als einfach. Trotzdem bemüht sich die Stadt seit der Schließung, einen Investor für die Kaufhalle zu finden. Bislang gab es einige Interessenten, aber leider hat noch keiner so weit geplant wie die Firma Koprian IQ am Schloßplatz.

 

Wäre ein anderer Standort nicht besser?

Nach Ansicht aller Experten leidet die zentrale Pirmasenser Innenstadt und damit die Fußgängerzone vor allem unter einem Frequenzproblem. Aus diesem Grund ist die Zielsetzung, neue und zusätzliche Frequenz so weit wie möglich in das innerstädtische Zentrum zu bringen. Hierzu ist der geplante Standort so gut geeignet wie kein anderer. Positive Effekte für das Händler-Umfeld werden umso größer sein, je näher sich diese Händler um das Center herum ansiedeln. Hier sind die Möglichkeiten in der Fußgängerzone wesentlich größer als an jedem anderen Standort.

 

Was passiert, wenn der Investor seine Verpflichtungen nicht erfüllen kann? Haben wir dann eine Bauruine in der Stadt?


Der Investor wird sich verpflichten, bestimmte Leistungen und Sicherheiten zu erbringen. Außerdem tritt er nicht nur als Mittler sondern auch als Betreiber auf. Dies bedeutet, dass er in nennenswertem Umfang eigenes Geld in das Projekt investiert. Aus diesem Grund hat die Fa. Koprian IQ ein erhebliches Eigeninteresse, das Projekt auch dauerhaft zum Erfolg zu führen.

 

Typisch Pirmasens – das Projekt grenzt an Größenwahn?

 

Es steht außer Frage, dass mit steigender Größe eines Projektes auch Bedenken wachsen. Auch ist unstrittig, dass es bei Zukunftsprojekten nie immer nur positive Aspekte gibt. Insofern muss immer zwischen Chancen und Risiken abgewogen werden. In den letzten Jahren hat die Stadt Pirmasens schon mehrfach solche Entscheidungen treffen müssen. Erfolgreich war man immer dann, wenn man nicht zu klein gedacht hat, sondern in einer angemessenen Größe und mit hoher Qualität. Dies ist auch hier der Maßstab. Viele haben auch nicht an einen Erfolg des Dynamikums, der Konversion auf der Husterhöhe und des Sportparks geglaubt.

 

Was geschieht mit den Geschäften, die dem Abriss zum Opfer fallen?


Dies ist für die Stadtverwaltung und den Stadtrat eine der wichtigsten Fragen, die noch nicht beantwortet sind. Selbstverständlich wird die Stadt aktiv mit nach Lösungen suchen, damit diese Unternehmen während der Bauzeit ihren Betrieb aufrecht erhalten können. Wie eine solche Lösung aussehen könnte, lässt sich gegenwärtig aber noch nicht sagen, weshalb gerade aus diesem Grund mit den betroffenen Händlern Gespräche geführt werden müssen. Hier wird man individuelle Lösungen finden müssen.

 

Werden jetzt nicht die Einzelhändler geschädigt, die Pirmasens jahrelang die Treue gehalten haben?

 

Die Stadt hat in den letzen Wochen viele Gespräche mit Händlern geführt beziehungsweise Meinungen von diesen zum Thema erhalten. Natürlich herrscht hier eine Verunsicherung, da gegenwärtig noch niemand abschätzen kann, wie sich eine solche Entwicklung auf das einzelne Geschäft auswirken wird. Viele gehen auch davon aus, dass das eigene Geschäft betroffen sein wird. Allerdings sehen die meisten dieser Händler auch eine Chance für den Handelsstandort, die aber auf das Genaueste geprüft werden muss.

Seite zuletzt geändert am: 27.06.2011
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